Jeder von uns, egal was man für ein Champ ist, muss im Leben mit Niederlagen, Rückschlägen, Enttäuschungen, Scheitern, Fehlschlägen usw. rechnen. Niemand bleibt davon verschont. Champs haben sogar mehr damit zu tun, da sie öfters Risiken eingehen und mehr unternehmen als andere. Deswegen ist es wichtig zu wissen, wie man damit umgehen soll, wenn so etwas passiert.

Ich werde für all diese oben genannten Begriffe das Wort Niederlage und Scheitern verwenden, aber alles ist damit gemeint. Es ist also unmöglich, Niederlagen zu vermeiden und das sollst du auch gar nicht versuchen, denn was sind Niederlagen überhaupt? Nichts als ein Lernprozess und der erste Schritt auf dem Weg zu etwas Besserem.

Die meisten haben ein falsches Verhältnis zu Niederlagen. Wie du weißt, kommt es immer auf deinen Blickwinkel an. Etwas kann nicht schlecht oder gut sein. Eine Niederlage ist weder schlecht noch gut. Deine Wahrnehmung, deine Subjektivität, macht es zu etwas Schlechtem. Deswegen ist es wichtig, dass du objektiv bleibst und eine Niederlage so siehst wie sie ist: Weder schlecht noch gut, es ist einfach eine Niederlage. Wenn du nicht wüsstest, dass du gescheitert bist, wäre es dann was Schlechtes? Nein! Warum? Weil du nicht darauf reagiert hättest, da du nichts davon wusstest, die Sache ist objektiv geblieben.

Da wir also in einer Welt leben, in der wir zunehmend für uns selbst arbeiten und auf uns selbst gestellt sind, brauchen wir ein anderes Verhältnis zum Scheitern.

Es ist keine Schande, einen Fehler zu machen oder den Kurs zu ändern. Damit eröffnen wir uns neue Möglichkeiten. Probleme werden zu Chancen. Wir machen neue Anläufe, wir scheitern und werden dadurch besser. Ob es uns gelingt, es wieder und wieder zu versuchen, hängt ganz davon ab, ob wir es ertragen, wieder und wieder zu scheitern.

Als Champ kannst du das. Du bist stark und weißt, dass Scheitern dazu gehört und du durch jede Niederlage besser wirst, wenn du richtig damit umgehst. Auf dem Weg zum Erfolg werden wir scheitern, aber das ist eben völlig in Ordnung, denn es gehört dazu.

Handeln und Scheitern sind zwei Seiten derselben Medaille. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Scheitern lässt sich nur vermeiden, wenn wir nicht mehr handeln, und das tun Champs natürlich nicht, denn das würde bedeuten, man macht keinen Fortschritt mehr. Wenn du also scheiterst, machst du Folgendes. Du fragst dich selbst:

  • Was ist schief gegangen?
  • Was kann ich verbessern?
  • Was habe ich übersehen?

So entdeckst du neue Möglichkeiten, die oft viel besser sind als die erste Idee.

Was ist, wenn du keine zweite Chance hast? Dann akzeptierst du es, denn es liegt nicht in deiner Macht. Dich darüber aufzuregen bringt nichts, da du sowieso keine zweite Chance mehr bekommst. Dann gehst du einfach einen anderen Weg und nicht selten, ist der andere Weg besser. Vielleicht siehst du das im Augenblick des Scheiterns noch nicht, aber später wirst du zurückschauen und dir denken, am Ende ist ja doch alles gut gelaufen.

Oft gehen großen Erfolgen spektakuläre Misserfolge voran. Für erfolgreiche Menschen ist eine Niederlage keine Schande, sondern ein Ansporn. Oft kommt es z.B im Sport vor, dass ein Team, das knapp verliert hat, im nächsten Spiel viel besser ist.

Eine Niederlage kann schmerzhaft aber auch sehr lehrreich sein.

Klar können Niederlagen weh tun, aber so ist das nun mal. Der Schmerz vergeht und das Wissen und die Erfahrung bleibt. Der Preis, den du zahlst für dein neu erlangtes Wissen sind eben Unannehmlichkeiten, Verluste und ein Neuanfang. Hör also auf Angst vor dem Scheitern zu haben. Angst lähmt, lenkt ab, ermüdet und ist meistens irrational.

Nehmen wir als Beispiel den zweiten Weltkrieg. Churchill wusste, dass er irgendwo anfangen muss, gegen die deutschen zu kämpfen. Wo tat er es? Nicht in Europa, sondern in Südafrika. Hätte er es in Europa getan und hätte verloren, wäre das fatal für die Moral gewesen. Er hat also in Südafrika damit begonnen und hat eine Niederlage nach der anderen kassiert. Die deutschen hatten einfach eine bessere Kriegsführung. Doch die Briten wussten von der Lernkurve, sie haben die Niederlagen in den Kauf genommen, da sie wussten, dass sie dadurch mehr über die deutschen erfahren und so besser gegen sie kämpfen konnten. Sie haben also die Niederlagen in Kauf genommen, um dann das erlangte Wissen mit den Alliierten in Europa zu nutzen und dort gegen Deutschland zu gewinnen. Sie waren besser vorbereitet.

Eine Niederlage wird nur dann zur Katastrophe, wenn du nichts daraus lernst.

Viele Menschen machen folgenden Fehler: Sie scheitern dauernd im Kleinen. Das Problem: Sie lernen nicht daraus. Sie verstehen nicht, dass die Welt ihnen mit jedem Scheitern etwas mitteilt. Sie sehen ihre Schwächen nicht, obwohl sie durch das Scheitern sichtbar werden. Das Scheitern hilft ihnen also nicht, besser zu werden und deswegen fallen sie immer tiefer.

Durch die Niederlagen gibt dir die Welt Rückmeldung und genaue Anweisungen, was du tun musst, um besser zu werden. Die Welt will dich aus deiner Ahnungslosigkeit herausholen. Du musst es nur sehen.

Höre also damit auf, Niederlagen und Scheitern als etwas extrem Schlechtes zu sehen. Ziehe das positive aus ihnen, so wie du es immer im Leben tun solltest. Nur so kannst du Enttäuschungen in Chancen verwandeln.

Das Scheitern zeigt dir den Weg – indem er dir zeigt, was nicht der Weg ist.

Der Unterschied zwischen der richtigen und der falschen Sichtweise ist alles. Ich habe dir jetzt die richtige Sichtweise gezeigt, wende sie an. Keinesfalls habe ich diese Sichtweise neu erfunden. Wer ChampLife aktiv verfolgt, weiß, dass die Philosophie der Stoiker eine große Rolle für das ChampLife spielt. Auch diese Sichtweise wurde von den Stoikern entwickelt. Antike Philosophen haben sich noch nie für Originalität interessiert, es geht immer darum, das Wissen weiterzugeben. Alte Weisheiten aufzubereiten durch Bücher, Notizen, Liedern, Gedichten und Geschichten und sie dann anderen zu zeigen.

Es genügen das jeweils vorhandene Auffassungsvermögen, das jeweils praktizierte solidarische Handeln und die jeweilige Verfassung der Seele mit ihrer positiven Einstellung gegenüber allem, was aufgrund einer äußeren Veranlassung geschieht.

Natürlich ist nicht alles positiv, darum geht es nicht. Es geht darum das Gute in einer Situation zu erkennen und das musst du lernen.

Übrigens, in diesen 3 Beiträgen: Eins, Zwei und Drei, haben wir auch schon kurz dieses Thema angeschnitten, dort kannst du auch noch was lernen.

2 Kommentare

  1. Ich war in einer Toxischen Beziehung diese habe ich nach fast 1 1/2 Jahren beendet.
    Das tut trotz alldem weh und ist schmerzhaft, ich habe leider erst zu spät damit angefangen „Champlife“ richtig umzusetzen, auch bei Ihr. Nun bin ich da, verletzt und allein. Dieser Beitrag (genau wie andere) geben mir jetzt die Kraft weiter zu machen. Aber noch nie war ein Beitrag von euch so Lehrreich und passend wie dieser!
    Danke gerade das Zitat:
    „Vielleicht siehst du das im Augenblick des Scheiterns noch nicht, aber später wirst du zurückschauen und dir denken, am Ende ist ja doch alles gut gelaufen.“ hat mich wieder in die Realität zurückgeholt!

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