Vor ein paar Tagen habe ich in meiner Story über das Thema “Keinen Wert darauflegen, was andere denken” geschrieben. Ich habe erklärt, wie mich dieses, bei mir stark ausgeprägte denken, in eine Situation gebracht hat, die mir stark hätte schaden können. Aus diesem Grund gibt es heute ein Beitrag indem ich darauf eingehe, wie man keinen Fick gibt und wann man ihn vielleicht doch geben sollte.

Wenn man eine große Reichweite hat wird es immer Leute geben, die einen „haten“. Selbst wenn du der Dalai Lama bist, werden Menschen schlecht über dich reden. Mit der Zeit lernst du dadurch, eine “I dont give a fuck” Mentalität aufzubauen. Du lässt all das schlechte Gerede das von anderen kommt nicht an dich ran. Aber was ist schlechtes Gerede? Viele stempeln alles, was nicht in ihre Blase reinpasst, als schlecht ab. Das führt zur Einschränkung des eigenen Wachstums und kann noch schlimmere Folgen mit sich bringen.

Dadurch, dass ich auf YouTube eine große Reichweite hatte, habe ich gelernt Schlechtes nicht an mich ran zu lassen. Mein Ego wurde aber auch gleichzeitig riesig wegen meines “Erfolges”. Ich habe also nichts mehr an mich rangelassen, selbst wenn es konstruktive Kritik war. In unserer modernen Gesellschaft stehen viele vor demselben Problem. Immer mehr leben mit einer “Ich gebe keinen Fick” Mentalität.

Das interessante ist, dass diese Menschen andere Menschen wissen lassen müssen, dass sie anscheinend keinen Fick geben, “Yeah schau, mir egal was du sagst. Deine Meinung hat keinen Wert für mich. ”Die meisten von diesen Menschen geben natürlich sehr wohl einen Fick. Denn wer wirklich keinen Fick gibt, muss andere nicht wissen lassen, dass man keinen Fick gibt.

Warum interessiert es uns, was andere von uns denken? Weil es überlebenswichtig war. Es war wichtig zu wissen, was der Stamm von einem denkt damit man ein Teil von ihm bleiben konnte. Hatte man keinen Stamm, bedeutete das keine Ressourcen und den Tod. Evolution hat dafür gesorgt, dass wir korrekt handeln, indem es uns wichtig ist, was der Stamm von uns hält.

Das ist so stark und so tief verankert, dass selbst wenn man denkt, es juckt einen nicht, was andere von einem denken, wir unbewusst trotzdem unser Verhalten ändern um andere glücklich zu machen und es so “dem Stamm” gerecht machen. Viele denken also vielleicht bewusst, dass sie freie Denker sind und Entscheidungen auf rationaler Ebene treffen, aber am Ende trifft man sie doch auch wegen Emotionen und Gruppenzwang. Es ist wichtig sich darüber bewusst zu sein.

Das ist aber auch gut, denn manchmal sollte man einen Fick darauf geben, was andere denken. Die Welt ist zu kompliziert, um alles selbst herauszufinden, deswegen verlassen wir von von Natur aus auf das, was andere uns erzählen, was wir glauben sollen und wie wir uns verhalten sollen. Ohne Feedback unserer Gemeinschaft würden wir nicht weit kommen. Und man merkt schnell, wenn jemand wirklich kein Feedback annimmt, diese Person ist einfach komisch.

Niemand ist perfekt, wir alle brauchen Hilfe und Anleitung von anderen um uns zu verbessern. Nur so können wir unser höchstes Potenzial erreichen, also müssen wir manchmal einen Fick geben. Deswegen haben wir Premium ins Leben gerufen.

Also wann solltest du einen Fick geben? Und wann solltest du es nicht tun? Und vor allem, wie schafft man es, keinen Fick zu geben?

Die Herausforderung besteht darin, herauszufinden, welche der Rückmeldungen die wir bekommen, egal in welcher Form (es ist nicht nur offensichtliche Kritik), von Nutzen sind und welche nicht. Ein Großteil des Feedbacks welches wir von anderen bekommen ist nutzlos ausfolgenden Gründen:

  • Die Person die uns das Feedback gibt ist dumm (ganz einfach)
  • Das Feedback ist unvollständig, so dass wir nichts damit anfangen können
  • Das Feedback ist nichtzutreffend für uns
  • Die Person die uns das Feedback gibt, versucht bewusst oder unbewusst, uns zu manipulieren. Also uns zu etwas bringen, was nicht gut für uns ist.

Um zwischen nützlichem Feedback und unnützlichen Feedback unterscheiden zu können, muss man drei Dinge tun:

  • Man muss Selbstbewusst werden und die eigenen emotionalen Bedürfnisse erfüllen, damit man nicht mehr emotional manipuliert werden kann
  • Man muss sich selbst einige rationale Regeln und Grenzen erstellen mit denen man festsetzt wie man mit anderen Menschen umgeht und was man alles für sie macht
  • Man muss emotionale Intelligenz entwickeln um erkennen zu können, was andere Menschen wirklich von einem wollen und wann oder ob man es ihnen geben sollte

Also wie erreicht man diese drei Dinge?

Die eigenen emotionalen Bedürfnisse erfüllen

Jeder Mensch hat emotionale Bedürfnisse wie z.B Zuneigung, Liebe, Geld, Akzeptanz und Status. Wenn man diese nicht erfüllt, können andere Menschen das gegen einen einsetzen, man kann also leichter manipuliert werden. Menschen die ihre Bedürfnisse nicht erfüllen, akzeptieren mit größerer Wahrscheinlichkeit nutzloses Feedback, da sie sich darauf verlassen, dass so ihre Bedürfnisse erfüllter werden. Zum Beispiel kann die eigene Freundin verlangen, dass man etwas für sie macht und es nur dann Sex gibt. Oder der Chef droht jemanden zu entlassen und nimmt einer Person so das Geld, es sei denn, man macht, was er sagt.

Natürlich ist es unmöglich, alle Bedürfnisse komplett zu erfüllen. Man wird außerdem immer Güter brauchen wie Nahrung, Geld, Unterkunft und die anderen Sachen wie Akzeptanz und in gewissen Maßen sind wir für diese Dinge immer auf andere angewiesen. Aber man kann sich in diesem Bereich eben immer bessern.

Als Beispiel stell dir einen Junkie vor der nur an seine nächste Spritze denkt und an einen anständigen tugendhaften Mann der gut im Leben steht. Wer ist weniger manipulierbar?

Wenn du deine emotionalen Bedürfnisse also nicht so gut es geht selbst erfüllst, bzw dich darum kümmerst, dass sie erfüllt sind wirst du extrem abhängig von anderen sein.

Also kurzgesagt: Sei ein Champ, setze das ChampLife um und du wirst weniger manipulierbar sein was dafür sorgt, dass du besser unterscheiden kannst, welches Feedback dir wirklich etwas bringt und welches nicht.

Außerdem brauchst du eine Gemeinschaft die dich akzeptiert und bei der du dich wohl fühlst. Du musst eine gute Gruppe von Freunden haben, die dich relativ bedingungslos lieben. Die Freunde müssen in deinen Höhen und Tiefen für dich da sein und ihre Freundschaft ist nicht abhängig von deinem Geld oder Status. Du brauchst eine solide Gemeinschaft, von der du weißt, sie ist für dich da. Wenn du das hast, weißt du, du kannst jeder Zeit zu ihnen zurück und ihre “Wärme und Liebe” spüren und bist nicht abhängig von Leuten die versuchen dich zu manipulieren. Dafür haben wir ChampLife Premium. Damit man die richtigen Leute um sich hat und Freundschaften mit Leuten aufbauen kann, die so ähnlich sind wie man selbst.

Das Erstellen von rationalen Regeln und Grenzen 

Da die meisten Menschen emotional von anderen abhängig sind, verlassen sie sich darauf, dass diese Menschen für sie definieren, was richtig und falsch ist. Unser Bedürfnis für Akzeptanz ist so stark, dass wir sogar unser Glauben, unsere Gedanken und andere Emotionen anpassen um Akzeptanz zu fühlen. Ein simples Beispiel:

Die meisten Menschen die in christlichen Ländern geboren und aufgewachsen sind, werden Christen. Die meisten Menschen die in muslimischen Ländern geboren und aufgewachsen sind, werden Moslems. Haben all diese Christen und Muslime ihren Glauben rational analysiert und festgestellt, dass er der einzig wahre Glauben ist und über den ganzen anderen Glaubensrichtungen steht? Natürlich nicht.

Sie wurden von ihrer Gesellschaft unter Druck gesetzt. Sie haben nicht keinen Fick gegeben, sondern haben alles gemacht, damit sie von ihrer Gesellschaft akzeptiert werden, also den Glauben angenommen. Und genauso ist es auch mit vielen anderen Dingen.

Um eine relativ unabhängige und sich selbst verwirklichende Person zu werden muss man rationale Regeln und Grenzen festlegen, die das eigene Verhalten mit anderen Menschen leiten. So kann man sicher gehen, dass man nicht mehr manipuliert wird, indem man das macht, was andere einem sagen.

Über diese Regeln und Grenzen muss man sich viele Gedanken machen, sie aufschreiben und sie immer neu analysieren und bewerten ob sie wirklich richtig sind. Es ist wichtig, dass man sich auch daranhält, wenn man weniger rational ist, sondern mehr emotional in einem Moment. Aber genau dafür macht man das, damit man immer darauf zurückgreifen kann. Ein Mädchen behandelt dich scheiße, aber verspricht dir Sex und sie ist eine 10, weswegen du nicht logisch denken kannst, weil du nur an den Sex denkst und du lässt dich deswegen scheiße behandeln? Mit Regeln und Grenzen würde das nicht passieren. Sie sind die einzige Möglichkeit um unabhängig von Emotionen zu handeln.

Ich kann keine Liste geben mit all den Regeln und Grenzen und das will ich auch nicht, weil man sich selbst Gedanken machen soll. Außerdem werden diese Regeln auch von der eigenen Religion beeinflusst, der eigenen Moral, der Gemeinschaft in der man lebt, dem eigenen Temperament und anderen einzigartigen Faktoren. Aber hier sind einige Sachen die, denke ich, fundamental für alle sind.

Du solltest nicht etwas für jemanden tun, wenn er nicht auch dasselbe für dich tun würde. Eine logische Konsequenz dieser Regel ist, dass du nicht etwas für jemanden tust, der nicht nur das Beste für dich will. Wenn jemand immer nur nimmt, ohne etwas zurückzugeben, hat diese Person wahrscheinlich nicht die besten Absichten für dich. Diese Regel klingt für manche vielleicht selbstverständlich, aber trotzdem folgen ihr nur wenige. Emotionale Intelligenz wird benötigt um wirklich zu erkennen, dass die Person nicht dasselbe für einen tun würde. Taten zählen, nicht Worte.

Deine Regeln und Grenzen müssen dafür sorgen, dass dich niemand daran hindern kann, deiner selbst gesetzten Bestimmung zu folgen, deinem großen Ziel, deinem Zweck. Wenn jemand etwas sagt, dass dich daran hindert deiner Bestimmung zu folgen, musst du Nein sagen. Das wichtigste in deinem Leben ist deine Bestimmung, also das was du in deinem Leben erreichen willst, denn dem zu folgen, ist das, was dich am glücklichsten macht. Wenn andere dich daran hindern, haben sie definitiv nicht die besten Absichten für dich. Meine Eltern haben es z.B akzeptiert, dass ich mein Abitur abbreche, um meine Bestimmung zu erfüllen. Hätten sie es nicht akzeptiert, hätte ich es trotzdem getan, denn das ist meine Regel. Ich lasse nicht zu, dass mich jemand daran hindert meiner Bestimmung zu folgen.

Eine meines Erachtens ebenfalls wichtige Regel ist, dass man keine Dinge für jemanden macht, wenn man weiß, es würde der Person schaden. Auch wenn die Person selbst nicht sieht, dass es nicht gut für die Person wäre, sollte man sich an die Regel halten, der Person dabei nicht zu helfen, auch wenn man dafür dann erst mal nicht mehr gemocht wird.

Wenn du wirklich Fortschritt erreichen willst, schreibe dir Regeln und setze die Grenzen. Schreibe gerne eine davon in die Kommentare um andere Champs zu inspirieren. 

Emotionale Intelligenz entwickeln

Um herauszufinden ob das Feedback welches man bekommt nützlich ist, muss man die Intentionen der Person die das Feedback gibt, erkennen. Um das zu schaffen benötigt man emotionale Intelligenz und Situationsbewusstsein.

Zu diesem Thema gibt es extrem viele Bücher und man sollte sich mit dem Thema wirklich auseinandersetzen. Ich schreibe dazu auch ein paar Worte.

Man bekommt ständig Feedback von allen Personen. Das muss nicht mal durch Worte sein, sondern kann auch unbewusst durch Mimik sein. Manches Feedback kann man einfach ignorieren, anderes muss man sofort umsetzen und bei manchem Feedback muss man zusätzliche Nachforschungen anstellen um zu erfahren, ob es nützliches Feedback ist. Da man nicht die Zeit hat, Nachforschungen zu jedem Feedback anzustellen, benötigt man Emotionale Intelligenz, denn damit kann man sofort merken, warum die Person das Feedback gibt. Aus Eigeninteresse oder um tatsächlich zu helfen, oder beides?

Ein einfaches Beispiel: Dein Kumpel der sich mit Autos auskennt sagt dir, du solltest etwas am Auto reparieren. Du vertraust ihm natürlich und lässt es machen. Wenn dir ein Werkstattbesitzer dasselbe sagt, fragst du dich natürlich erst mal, ist das wirklich nötig, oder will er einfach nur einen neuen Auftrag. Du musst also die Motivation hinter dem Feedback erkennen.

Um die Motivation zu verstehen, muss man eine Vielzahl an Faktoren berücksichtigen: Wie kann die Person davon profitieren, hat es mit der Beziehung etwas auf sich, die man mit der Person hat, was ist mit der Vergangenheit der Person, was weißt du über diese Person usw.

Wenn jemand z.B schlechte Erfahrung mit etwas gemacht hat, wird er dir sagen, dass du es lassen sollst. Vielleicht hat sich die Person aber einfach nur dumm angestellt und die Sache ist etwas Gutes. Ein einfaches Beispiel, aber du verstehst was ich meine.

Wie schon gesagt, zu dem Thema gibt es einige Bücher. Es ist wichtig, dass du dir das Wissen aneignest, denn du benötigst eine allgemeine Wissensbasis über die Funktionsweise der Welt. Sobald man eine Vielzahl manipulativer Menschen kennt und versteht, wird man verstehen, wie sie funktionieren und man ist in der Lage, ihren Reizen zu widerstehen. Man wird verstehen, wenn Menschen etwas ernst meinen und wann sie bluffen.

Du wirst lernen, wann Menschen wichtige Informationen haben, die wirklich helfen können, und wann sie scheiße labern. Entweder man lernt es von anderen oder am besten, man macht eigene Erfahrungen. Da ist es natürlich wichtig, dass man dazu lernt bei jeder Sache. Sich also bewusst darüber Gedanken macht, was eigentlich passiert ist und daraus lernen.

Und hier spielt auch der erste Punkt noch mal eine Rolle. Wenn man emotional nicht erfüllt ist, kann man nicht rational hinterfragen. Denn dann ist man needy, man ist blind für die Realität und nicht objektiv.

Schlusssatz

Eine wichtige Sache will ich noch klarstellen: Nur auf Personen zu hören, die schon mehr erreicht haben als man selbst, ist absolut dumm und man hindert sich so selbst, an der eigenen Entwicklung. Man kann von jedem etwas lernen. Das heißt natürlich nicht, dass die Sache die einem gesagt wird, auch das ist, was man von der Person lernen kann, also sollte man da natürlich keinen Fick geben. 

In Zukunft achte also besonders darauf, wenn dir Leute Kritik, Ratschläge oder Feedback geben. Analysiere es und entscheide dich dann richtig. Erstelle deine Regeln und Grenzen und halte dich an sie, auch wenn du in Versuchung geführt wirst, es nicht zu tun.

Dein Ego wird dir sagen, dass so gut wie alles was du gesagt bekommst, Bullshit ist. Du bist der Beste, du brauchst keine Ratschläge und Kritik erst recht nicht. Denk dran, dein Ego ist dein Feind.

2 Kommentare

  1. Sehr guter Beitrag Elias !
    Man merkt wie der Wortschatz und die Grammatik von Beitrag zu Beitrag immer besser zu lesen sind und professioneller gestaltet sind !

  2. „Ego is the enemy“

    Ein mega Beitrag von dir Elias!
    Champlife einfach ein muss und perfekt für die Weiterentwicklung von seinen Fähigkeiten.

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